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To Rome With Bike – Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten 8. Juli 2013

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Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten – Doksy nach Havlickuv Brod (250 km Gesamt)

BildSchon früh morgens treibt es mich hinaus ins Freie, ich kann nicht länger schlafen. Um 6 Uhr ist noch alles ruhig auf dem Campingplatz und ich kann völlig ungestört umherwandern und Fotos machen. Beim letzten Besuch hatte ich mich nachher doch sehr geärgert, die Gelegenheit des anliegenden Sees nicht wahrgenommen zu haben. Doch diesmal nutze ich die Gunst der Stunde und schwimme ein paar Runden. Das Wasser ist angenehm temperiert – eine Wohltat!

Nach einem kleinen, selbst bereitetem Frühstück – jaja, wieder die Kinder: ich hätte sonst bis 9 warten müssen – und dem Zusammenpacken ging es dann dreiviertel acht auf die Piste. Für heute sollen es 140 km werden, ein Umherirren auf falschen Wegen könnte mich hier durchaus konditionell in Bedrängnis bringen. Doch dieses Mal geht es auf Bundesstraßen entlang, genauer gesagt ausschließlich auf der (B?) 38. Wie sich später herausstellen soll, ist die Verirrgefahr dadurch deutlich reduziert und die Entfernungsprognose schließlich sogar korrekt! Dafür gibt es auf Bundesstraßen naturgemäß nicht ganz so viel zu entdecken. Immerhin zwei Füchse tollen vor mir auf der Fahrbahn. Als ich anhalten und ein Foto machen will, verschreckt sie das leise, aber hohe Quietschen meiner Bremsen =/ Die Mittagspause erfolgt kurz nach zwölf bei stattlichen 90 km. Bisher war alles flach und ich bin perfekt vorangekommen. Die restlichen 50 km sollten also kein Problem mehr darstellen, so denke ich mir. Also auf einem Seitenweg angehalten, Handtuch raus und eine Stunde Genuss- und Erholungspause! Zum Glück hatte ich mir am Vorabend aus der Küche ein paar Scheiben Brot (gratis) geben lassen, die werden jetzt mit mitgebrachter Salami verzehrt. Auch die aggressiven Bremsen lassen von mir, nachdem ich zwei ihrer Art beim Blutverzehr ins Jenseits befördert habe. Das Wetter ist übrigens hervorragend: eine Lichtung im Wolkenmeer verfolgt mich auf meinem Weg, so dass ich fast immer Sonne habe. Gleichzeitig weht ein kühlendes Lüftchen.

BildDie restlichen 50 km erweisen sich aber dann doch als Herausforderung. Es kommt plötzlich Seitenwind auf und vor allem geht es von nun an ständig bergauf, bergab. Bis zum Ziel muss ich noch zweimal pausieren, dabei stärkt mich die vom Lidl geholte Kofola (im echt tschechischen 2l-Format).

Schließlich komme ich doch etwas geschafft in der Pension Hurikan an. Ein Zimmer ist auch noch frei (kein Weitersuchen, yeah), ich kann mit Kreditkarte bezahlen (kein Bankomat-Suchen, yeah), das Frühstück wird auf Wunsch um 2h nach vorn verlegt (zeitig starten, yeah) und es gibt fixes Internetz. Übrigens scheint hier in Tschechien unverschlüsseltes WLAN der Standard zu sein – sehr praktisch und unbürokatisch! Es reicht sogar für Video-Skypen und den Reupload der verpixelten Bilder von gestern. Die hatte ich per Roaming hochgeladen, das hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert und objektiv noch länger. Als Stärkung gibt es schließlich die typische Knoblauch-Käse-Schinken-Suppe (hier in einer Art Bechamel) und Spaghetti Carbonara. Dazu einen Espresso (und viel Kofola, hier auch mal ein Bild =)

Text: +Matthias Niederhausen

via Wolfgang Niederhausen

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