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To Rome With Bike – Etappe 4.1 – Über das liebe Internet 10. Juli 2013

Posted by impulse3 in Uncategorized.
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To Rome With Bike – Etappe 4.1 – Über das liebe Internet (Ruhetag in Wien)

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An einem Ruhetag passiert wortgetreu natürlich auch nicht allzu viel, von dem der Reisende berichten könnte, selbst in einer Stadt wie Wien. Daher will ich die Gelegenheit nutzen, um einmal von den organisatorischen Seiten der Reise zu berichten.

Von unbedingten Nöten für das Pflegen eines Online-Reisetagebuches ist natürlich ein Internetzugang. Während sich das am heimischen PC als vergleichsweise unproblematisch gestaltet, sieht man einmal von Ereignissen wie durch Bagger gekappte Leitungen ab, ist es unterwegs schon schwieriger. Nun kann man natürlich über ein Smartphone mit dazugehörigem Vertrag zur Abdeckung des Netzbedarfs verfügen, doch im Ausland entstehen so rasch unangenehm hohe Belastungen des eigenen Geldbeutels. Vor allem, da heutige Websites ohne jeglichen Ökonomiegedanken (als altgedienter Webentwickler darf ich das sagen) gerne Bildmal megabytestarke Bilder als hübsche Hintergründe laden. Früher gab es mal eine Regel, dass eine Seite nicht mehr als 50 kB insgesamt haben sollte, damit sie schnell zu laden ist. Das schafft man heute schon durch die Einbindung einer der zahllosen Javascript-Bibliotheken. Aber ich schweife ab. Mehrere Umstände geraten mir in meiner Lage dennoch zum Glück:

  1. Die EU hat pünktlich zum 01.07., also extra für meinen Urlaub, wie nett, die Roamingpreise verpflichtend gesenkt. Ich bezahle jetzt „nur“ noch 53ct pro Megabyte und – noch viel wichtiger – es wird kilobytegenau abgerechnet.
  2. Bei meinem Provider kann ich nach vorheriger Freischaltung für 1,99 € 25 MB pro Tag im Ausland nutzen. Danach wird zwar so sehr gedrosselt, dass ich immer an die alte Fernsehwerbung für ein Olivenöl denken muss, bei dem ein Mönch unter Aufgebot seiner ganzen Kraft einen einzelnen Tropfen aus einer Presse in eine Flasche befördert, aber zumindest sind die Kosten unter Kontrolle.
  3. In Österreich gibt es tolle Internettarife für Mobilfunk. Bei drei.at kauft man eine SIM-Karte für 15 € und kann danach Guthaben darauf laden und das abnutzen. Oder man bucht von dem Guthaben einen Tarif, z.B. 10 Gigabyte mit Hochgeschwindigkeit für 9 Euro. Die Tarife gelten zwar nur einen Monat lang, aber für mich ist das mehr als ausreichend. Und das beste: das Ganze funktioniert ohne Roamingkosten in Italien, wo ich ja die meiste Zeit sein werde. Zumindest ist das die Aussage des Providers. Ich werde sehen, ob es klappt – da es Prepaid ist, können mir keine weiteren Kosten entstehen.

BildAlso ziehe ich los, um mir so eine Karte zu besorgen. Die Tatsache, dass diese in leicht zwielichtigen Handyläden von Verkäufern mit Sprachschwierigkeiten (das Österreichisch kommt auch noch hinzu) feilgeboten werden, erleichtert die Sache nicht gerade. Im dritten Laden jedoch kümmert sich der Inhaber hingabevoll um mich und übernimmt sogar die Freischaltung. Er meint schließlich, dass ich nur noch auf die Bestätigungs-SMS warten müsste und schon könne ich loslegen. Ich danke ihm herzlich und mache mich weiter auf dem Weg in die Innenstadt. Als auch nach einer halben Stunde keine SMS gekommen ist, mache ich mir langsam Gedanken und da ich nun in der Innenstadt bin, finde ich auch gleich ein spezielles drei.at-Geschäft. Hier muss man – wie auf dem Amt – Nummern ziehen, um dranzukommen. Immerhin nur eine Person vor mir. Während ich warte, kommt plötzlich Steve Urkel durch die Tür. Der dürre, quirlig-nervige Typ aus der Comedy-Fernsehserie. Aber nein, nicht ganz. Der hier ist größer (und wirkt deshalb noch dürrer) und hat bunteste Hiphop-Kleidung Bildab, inklusive leuchtend rotem Cap. Er stakst den Laden auf und ab und schaut sich die ausgestellten Handys an. Ich versuche, nicht loszukichern. Als ich schließlich an die Reihe komme, informiert mich der Verkäufer, dass bei einem reinen Internettarif keine SMS käme. Ich müsste nur ins Internet gehen, dann geht es. Ich probiere es aus – und tatsächlich, es geht. Hochzufrieden verlasse ich den Laden. Eine halbe Stunde später blipt mein Handy – eine SMS, dass mein Tarif nun aktiviert sei. Übrigens funktioniert das Internet ausgezeichnet.

Für morgen habe ich mich auch nochmal informiert: der Weg nach Mönichkirchen verläuft auf dem Eurovelo 9 – sogar eines der wenigen ausgebauten Teilstücke laut EU-Karte. Ich bin gespannt.

Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text: +Matthias Niederhausen

via Wolfgang Niederhausen

 

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