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To Rome With Bike – Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung 15. Juli 2013

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To Rome With Bike – Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung, Route: Ruhetag in Triest (940 km Gesamt)

eSo ein Ruhetag ist schon was Schönes – Hintern, Beine und Hände (!) können sich erholen und man hat ein wenig Zeit, die Stadt genauer kennenzulernen. Für heute habe ich mir ein paar Sehenswürdigkeiten auf der GPS-Karte gespeichert und laufe grob in die erstbeste Richtung los. Zufällig komme ich dann auch schon zu meinem ersten Ziel, der Kathedrale San Giusto. Für 1,50 € kann man auch auf den Glockenturm (kein Vergleich zu den Preisen, die man z.B. in Wien für den Stephansdom bezahlt), was ich mit meinem letzten Kleingeld wahrnehme. Leider reicht das Geld nun nicht mehr für die Postkarten und einen Geldautomaten gibt es hier oben auf dem Hügel auch nicht. Schlechte Vorbereitung, würde ich sagen. Also laufe ich stattdessen, wie es mir gerade gefällt, die Straßen ab und komme doch tatsächlich zum nächsten Punkt auf meiner Liste…

fDas Museo Revoltella ist für mich die absolut beeindruckendste Attraktion der Stadt; besser noch als das Schloss Miramar, auf das ich übrigens bereits bei meinem Besuch in der Hofburg Wien hingewiesen wurde. Als Wohnhaus eines reichen Unternehmers eingerichtet, strotzt das Revoltella nur so vor Pracht und vor allem kann man als Besucher richtig nahe heran – keine lästigen Glaswände, Absperrungen und Wärter. Man hat wirklich das Gefühl, hier als Gast des ehemaligen Besitzers umherzuspazieren. In der zweiten von drei Etagen werde ich zudem noch von einer überaus kundigen und freundlichen Mitarbeiterin in verschiedene Details eingeweiht. So hat der gute Herr sich damals (vor etwa 150 Jahren) ein Spiegelsystem einbauen lassen, welches die Außenwelt an zwei Stellen jeweils auf die Fläche in einem Bilderrahmen projiziert. Das Ganze wirkt, als wäre da ein etwas unscharfer LCD-Bildschirm installiert – faszinierend! In der obersten Etage geht das Ganze in ein anderes Gebäude, ein Museum für modernere Kunst über. Auch hier kann ich mich eine Weile aufhalten. Der Tipp der Mitarbeiterin, noch das Museo de Sartorio zu besuchen, endet für mich leider in einer Sackgasse: heute ist Montag und wie viele andere Museen hat auch dieses geschlossen.

gAls letztes fahre ich schließlich noch zum abseits gelegenen Schloss Miramar, das vom Bruder Maximilian des bekannten Kaisers „Franz!“ erbaut wurde – natürlich nicht persönlich. Seine Geschichte ist etwas tragisch, aber das mag sich der geneigte Leser von anderer Stelle in Erfahrung bringen. Ich nehme den Bus und gehe naiv davon aus, dass man Tickets im Bus kaufen muss – an der Haltestelle gab es schließlich keine Automaten. Aber auch drinnen gibt es die nicht und so habe ich die 20 Minuten Fahrt über ein ungutes Gefühl. Aber es kommt niemand zum Kontrollieren. Dafür ist der Bus gerammelt voll und hält alle 200 Meter an, so eng sind die Haltestellen im Stadtgebiet verteilt. Nachdem ich ja zuvor im Museum Revoltella war, wirkt Miramar bei weitem nicht so beeindruckend. Und die Absperrungen überall fallen mir sofort störend ins Auge. Auf jeden Fall ist das Schloss von außen wirklich hübsch und der angrenzende Park ebenso und das Licht gegen 18 Uhr spielt mir perfekt in die Fotoserie. Auf dem Rückweg erfahre ich schließlich, dass ich Fahrkarten an der Strandbar kaufen kann. Auch witzig. Für 1,25 komme ich dann mit ruhigem Gewissen wieder zurück.

Das liebe Essen (und Trinken)

Nun fragt man sich vielleicht: was isst denn so ein Radfahrer? Ich kenne es ja selber; wenn ich am Wochenende mal eine längere Strecke (60-80 km) fahre, dann könnte ich im Anschluss den ganzen Kühlschrank verschlingen. Aber auf der Tour ist es nicht so viel mehr, als man vielleicht meinen würde. Ordentliche Mahlzeiten sind Frühstück und Abendbrot, dazu kommt noch ein mittelgroßes Mittagessen und zwei Zwischenmahlzeiten.

Da manche Mahlzeiten unterwegs eingenommen werden, und natürlich für Notfälle benötigt man immer entsprechende Vorräte zum Mitführen! Bei mir ist das zunächst mal ein selbstgebackenes Früchtebrot (die fertigen aus dem Laden kosten 3 Euro pro 100g und man kann es selbst leicht und viel günstiger herstellen). Vorteil: es schmilzt nicht wie Schokolade, hat viel Energie, schmeckt gut und vor allem wird es nicht schlecht! Daneben kann man sich noch mit Müsliriegeln eindecken – in Slowenien gibt es Riegel mit dem Namen Frut-a-bela, die schmecken absolut genial – Schokolade, Salami, und so weiter. Schmecken sollte es, damit es einem nicht zum Hals raushängt nach ein paar Tagen ;) Meist kaufe ich mir dann noch für 1-2 Tage im Voraus Brötchen. Und da man viel trinken muss, fülle ich meine Trinkflasche (750ml) und eine weitere 1,5l-Flasche mit Leitungswasser. Dazu noch eine 1,5l-Flasche mit einem zuckerhaltigen Getränk  für einen Energieschub. Hier eignet sich Eistee ideal, weil er keine Kohlensäure hat, die beim Fahren verschwindet. In einer Welt mit perfekten Straßen kann man natürlich auch Cola unbedenklich mitführen. Das Wasser reicht üblicherweise gerade so den Tag, der Eistee langt für 1-2 Tage, bei großer Anstrengung geht aber auch locker mal die ganze Flasche drauf. Deshalb immer unterwegs nachkaufen.

Frühstück: Weil ich das vor Ort einnehme und sozusagen auf das volle Arsenal der angebotenen Speisen zurückgreifen kann, fällt es etwas größer aus: 2-3 Semmeln oder eine große Schale Müsli. Manchmal ist das Angebot auf geringe Mengen begrenzt, dann muss man damit zufrieden sein.

Abendbrot: Die umfangreichste Mahlzeit. Nachdem eine Etappe geschafft ist, und man sich im Ort ein schönes Restaurant gesucht hat, geht es ans Schlemmen, d.h. je nach Etappe 2-3 Gänge. Dazu gibt es eigentlich immer mindestens 1l zuckerhaltige Getränke (Cola ;)

Mittagessen: Ich empfinde es als unnötigen Aufwand und Zeitverschwendung, sich hierzu in ein Lokal zu begeben. Stattdessen mache ich lieber an einer schönen, ruhigen Ecke (bevorzugt in Wassernähe) Rast, zehre von meinen Vorräten und spare dabei noch Zeit und Geld. Mein Verbrauch liegt bei etwa 1-1,5 Semmeln oder Gleichwertigem. Man sollte auch nicht zuviel essen, denn sonst wird es nach der Pause umso schwerer! Beim Mittagessen habe ich mir angewöhnt, eine Magnesiumtablette in Wasser aufzulösen und das zu trinken – es hilft definitiv gegen schwere Beine am Abend/nächsten Morgen.

Zwischenmahlzeit: bei etwa 1/4 und 3/4 der Etappe esse ich etwas Kleines, einen Apfel oder einen Müsliriegel oder eine Scheibe Früchtebrot.

Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text: +Matthias Niederhausen

Etappe 1 – Ganz gemächlich

Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten

Etappe 3 – Von verlorenem Trockengut und Filettascherln

Etappe 4 – Spazierfahrt nach Wien

Etappe 4.1 – Über das liebe Internet

Etappe 5 – Auf nach oben!

Etappe 6 – Kernöl, Eier und Schlüsseldienst

Etappe 7 – Auf ins Unbekannte

Etappe 8 – Rastlos in Ljubljana

Etappe 9 – Bella Italia!

 

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