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To Rome With Bike – Etappe 12 – Zu den schnellen Autos 20. Juli 2013

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To Rome With Bike – Etappe 12 – Zu den schnellen Autos,  Route: Venedig nach Ferrara (1253 Km Gesamt)

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Meine zweite und letzte Nacht in Venedig verläuft ruhig und erholsam. Als ich kurz

vor 7 aufwache, ist es noch still draußen. Der Brotbote von gestern kommt auch wieder pünktlich. Aber ich bin zu langsam, um ihn zu fotografieren, denn diesmal fängt er erst an, seine Melodie zu pfeifen, als er schon an meinem Fenster vorbeigelaufen ist. Aber für mich heißt es nun Abschied nehmen und die Sachen packen.

Um eher als 8:30+ zu frühstücken, werde ich ins Hotel der Mutter meines Vermieters umgeleitet. Den Weg kenne ich mittlerweile sehr gut, und so verlaufe ich mich auch nicht mit meinen schweren Taschen auf den Schultern. Nach dem kleinen Frühstück geht es noch ans Bezahlen, aber es geht nur bar, weil es ja ein anderes Hotel ist. Na toll: verständlich, aber daran denkt man als Gast ja nun nicht. Geldautomaten sind erstaunlich rar gesät auf der Insel, also muss ich erst einmal ein ganzes Stück lossprinten. Dabei komme ich an einem Bäcker vorbei, der köstlichste Waren feilbietet. Da ich noch nichts für den Tag habe, nehme ich einen venezianischen Strudel (4 €) mit. Der sieht sehr gut aus und ist schön schwer (= viel Energie).

Nach dem Bezahlen und Verabschieden mache ich mich also – nun wieder mit Rad – auf zur Ponte della Libertá, der einzigen Straße zum Festland. Im Internet stand etwas davon, dass es zu beiden Seiten Fahrradspuren geben sollte. Nun ja, die Realität sieht so aus, dass ich am Rande der zweispurigen Fahrbahn trete, so schnell es geht, und hoffe, dass mich keiner der vielen Busse und LKWs davonfegt. Einmal kommt eine Unterbrechung der Leitplanke, wo man auf einen Plattenweg nach rechts ausweichen könnte; dazu müsste man aber anhalten oder zumindest langsam fahren – zwei Dinge, die ich in der Situation nicht riskieren möchte. Der Weg endet übrigens, wie ich mir schon dachte, plötzlich in unbefestigtem Gelände und verschwindet dann ganz. Ein anderer Radler schiebt seinen Drahtesel gerade darüber. Ich wünsche ihm in Gedanken viel Glück dabei, die Leitplanke zu überwinden und sich in den Verkehr einzugliedern. Am Ende kann ich sagen: Die 4 Kilometer sind wahrlich nichts für ängstliche Naturen und werden mir noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben!

Wie ich danach schon von Weitem sehe, führt mich meine ursprüngliche Route (angeblich Eurovelo) wieder über eine der Schnellstraßen (SS). Während das in der Tschechei und in Slowenien vergleichsweise harmlos ausfällt, möchte ich das in Italien nicht mehr riskieren. Ich plane mir Stück für Stück eine Ersatzroute (danke, Nokia Navigation!) und fahre diese ab. Das läuft so gut, dass ich am Ende sogar 10 Kilometer einspare! Die Route an sich bleibt jedoch wenig spektakulär – oder ich bin durch Venedig schon so abgestumpft – so dass ich praktisch keine Fotostopps mache.

cIn Ferrara angekommen, fallen mir zuerst die trutzigen Befestigungen auf – offenbar stand hier früher eine große Festungsanlage. Weniger der feine, detailverliebte Stil wie in Venedig, sondern eher grob und klobig. Aber erstmal in die Pension! Ich habe noch nie so viele Schlüssel bekommen, wie hier. Drei Stück, um in mein Zimmer zu kommen und zwei weitere, um ins Zentralgebäude (auf der anderen Straßenseite) zu gelangen. Und noch einer, dessen Zweck mir noch unbekannt ist. Auch der Schlüssel für’s WLAN hat es in sich, etwa 30 Stellen aus abwechselnden Buchstaben und Ziffern (natürlich auch in keinster Weise aussprechlich). In einem nahegelegenen Markt frische ich noch meine Vorräte auf, dabei falle ich wieder als Tourist auf: eine ältere Dame, die mich verblüffend an meine Grundschullehrerin erinnert, erklärt mir charmant, dass ich die ganzen Getränkeflaschen nicht durch den Laden tragen muss, sondern einfach an der Kasse abstellen kann, den Rest machen dann die Verkäufer. Weil ich keine Pfirsiche heute gefunden habe, nehme ich hier noch welche mit. In einem anderen Laden gönne ich mir dazu eine echt italienische Salami, das kleine Ding kostet dann doppelt so viel wie der gesamte Einkauf im ersten Laden.

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Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text und Bilder: +Matthias Niederhausen

Etappe 1 – Ganz gemächlich

Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten

Etappe 3 – Von verlorenem Trockengut und Filettascherln

Etappe 4 – Spazierfahrt nach Wien

Etappe 4.1 – Über das liebe Internet

Etappe 5 – Auf nach oben!

Etappe 6 – Kernöl, Eier und Schlüsseldienst

Etappe 7 – Auf ins Unbekannte

Etappe 8 – Rastlos in Ljubljana

Etappe 9 – Bella Italia!

Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung

Etappe 10 – On the road, again

Etappe 11 – Ahhh, Venedig!

Etappe 11.1 – Gleißendes Venedig

Kommentare»

1. Rita Vuia - 20. Juli 2013

Wieder mal ein Genuss zu lesen und in Gedanken mit zu reisen!

impulse3 - 21. Juli 2013

Herzlichen Dank liebe Rita, für die Begleitung unserer Beiträge auf der Tour!🙂


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