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To Rome With Bike – Etappe 19 – Alles hat ein Ende… 5. August 2013

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To Rome With Bike – Etappe 19 – Alles hat ein Ende…

s_IMG_5642 (2)Mit dem Frühstück habe ich ja bisher häufig Pech gehabt. Nicht so im B&B Appio Re di Roma! Es gibt für jeden Tag eine Müsliauswahl, 2 Croissants, 2 Joghurts, Milch, Wasser, Tee, Kaffee, Saft, Früchte, Marmelade und Honig, die am Vortag für mich aufgefüllt werden. Und ich kann auf der luxuriösen Dachterrasse speisen! Am letzten Tag gibt es sogar noch einen Fruchtkorb. Ich muss mich zwar selber ums Tisch decken kümmern, aber in puncto Qualität ist es mit das beste Frühstück, was ich in Italien hatte. Gleichauf mit dem 1900 artevita in Florenz.

In Rom habe ich dreieinhalb tolle Tage, wobei ich das Fahrrad jedoch schone und mich lieber zu Fuß durch die Stadt bewege. Nicht, dass ein Fahrrad unnütz hier wäre: die vielen Sehenswürdigkeiten liegen teilweise sehr verstreut und so muss ich öfters größere Strecken ablaufen. Aber unterwegs finde ich dann doch immer mal wieder einen Eis- oder Kunsthandwerkladen, an denen ich mit dem Rad vorbeigefahren wäre. Und nicht zuletzt ist es fürs Fotografieren wesentlich besser, wenn man nicht ständig absteigen muss.

s_DPP_0003Dank der personalisierten Broschüre entscheide ich mich sogar an einem Tag dafür, die in der Nähe gelegenen Aquädukte (juchu) mit dem Rad zu besichtigen. Diese riesigen Bauwerke sind schon eine fantastische Meisterleistung, vor allem wenn man den damaligen Aufwand zur Errichtung bedenkt. Sehr schade, dass sie heute nicht mehr als hübsche Ruinen darstellen. Immerhin werden sie an einigen Stellen bearbeitet, aber offenbar handelt es sich nur um gröbste Sicherungsmaßnahmen.

Direkt danach fahre ich weiter zum Flughafen zur Vorauskundschaftung wegen meines Rücktransports – die Kombination aus Fahrradtransport und Ryanair macht mir doch gewaltige Sorgen. Der Weg dahin ist kein geringerer als die legendäre Via Appia. Parallel zu dieser gibt es noch eine „neue“ Version derselben, diese ist allerdings eine Superstrada und natürlich auch nicht so geschichtsträchtig. Die Via Appia Antica hingegen ist mit Pflaster ausgelegt – ich fühle mich an die alte Bienertstraße erinnert – und an einigen Stellen sind sogar noch die alten, riesigen Pflastersteine vorhanden. Entlang der Straße finden sich rechts und links die Ruinen von alten Villen, Tempeln, Wachtürmen, Statuen, Schildern und vielem mehr. Hier fühlt man sich wirklich in eine andere Zeit versetzt – ich bin begeistert! Ein interessantes Detail: obwohl die Straße praktisch kaum noch befahren wird, hat sie doch Vorfahrt gegenüber allen kreuzenden Verkehrswegen!
s_IMG_5570Am Sonntag besuche ich den Vatikan. Da es der letzte Sonntag im Monat ist, habe ich freien Eintritt in die vatikanischen Museen und den Petersdom. Sehr löblich. Dafür sind erstere nur bis 14 Uhr geöffnet. Dennoch gehe ich zuerst in den Petersdom, da mir die Schlange an den Museen eindeutig zu lang ist. Auch hier muss ich warten – auf eine sinnlose Sicherheitskontrolle, wo jeder durchläuft, der Metalldetektor piept, es aber keinen interessiert und sich andere Leute teilweise über die Zäune dahinter schwingen. Naja. Der Dom ist vor allem im Inneren sehr beeindruckend, man kann kaum ahnen, welcher gigantische Reichtum hier zusammengetragen wurde. Durch Zufall gelange ich in eine Krypta und von da aus zu einem Weg zum Dach des Doms – natürlich nur gegen Bezahlung. Der Aufstieg ist insbesondere bei der Hitze sehr anstrengend und kann gegen die Gebühr von 2 € durch einen Fahrstuhl von ca. 500 auf 300 Stufen abgekürzt werden. Ich laufe natürlich. Spätestens wenn man durch die Doppelwand in der Kuppel nach oben steigt, wird es jedoch sehr eng und die überall pausierenden Menschentrauben machen es einem auch nicht leichter. Von oben hat man dann jedoch einen fantastischen Ausblick auf die Stadt, den ich noch eine Weile genieße, bevor ich mich wieder an den Abstieg und in die Museen mache.

s_DPP_0004Hier ist die riesige Menschenschlange mittlerweile verschwunden und ich kann sofort eintreten. Es gibt verschiedene Abteilungen, die man nacheinander durchlaufen kann, etwa eine griechische, eine ägyptische, eine römische, für heute noch vorhandene Naturvölker, antike Karten, usw. Leider sind einige Teile, etwa die etruskische Sammlung heute geschlossen – sehr schade! Trotzdem ist es eine sehr beeindruckende Erfahrung: ähnlich wie beim Petersdom sind auch hier unglaubliche Schätze aus aller Welt zusammengerafft worden.
s_DPP_0002Ansonsten habe ich auch noch die meisten der anderen üblichen Attraktionen besucht: spanische Treppe (naja…), Pantheon (in eine schnöde Kirche umfunktioniert, unglaublich!), die Engelsburg (nicht schlecht!), das Kollosseum bei Nacht (spannend), und, und, und! Bei meinen Erkundungen finde ich auch eine Mosaik-Werkstatt, in der ich einiges über dieses teure Handwerk erfahre und dass just an jenem Platze Julius Cäsar ermordet wurde.

Am Dienstag schließlich ist es so weit: ich packe alles zusammen und mache mich auf den Weg zum Flughafen – auf der Via Appia. Wenn das nicht mal symbolträchtig ist =) Zuvor hatte ich mir noch in einem Fahrradladen Luftpolsterfolie geben lassen und mir in einem „Tabakladen“ Klebeband besorgt. Am Flughafen angekommen, stelle ich mich in die Schlange zum Check-In und bekomme gesagt, dass ich die Pedalen ab-, den Lenker ummontieren und die Luft aus den Reifen lassen soll. Und natürlich einpacken. Also das ganze Programm. Zum Glück hatte ich damit gerechnet. Der Mitarbeiter von Ryanair ist aber sehr freundlich und hilfsbereit – ganz anders als befürchtet. Nachdem ich fertig bin, muss ich allerdings noch die Laufräder einpacken – hierfür fehlt mir dann doch das Material, also lasse ich es von einer dieser Kofferfoliestationen einspinnen, Kostenpunkt 20 €. Danach trägt der Mitarbeiter mit mir das Fahrrad zum Security-Check, wo es anstandslos passiert. Eine meiner Packtaschen habe ich als Gepäck aufgegeben, die andere nehme ich als Handgepäck mit – natürlich wesentlich leichter und geringer befüllt, denn bei Ryanair kann man so schnell ungewollt hohe Kosten erzeugen.

Am Ende aber klappt alles und ich komme absolut reibungslos durch Sicherheitskontrolle und Abfertigung und lande schließlich nach knapp zwei Stunden sicher in Leipzig am Ende einer fantastischen und auch ein wenig abenteuerlichen Reise.

Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text und Bilder: +Matthias Niederhausen

Etappe 1 – Ganz gemächlich

Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten

Etappe 3 – Von verlorenem Trockengut und Filettascherln

Etappe 4 – Spazierfahrt nach Wien

Etappe 4.1 – Über das liebe Internet

Etappe 5 – Auf nach oben!

Etappe 6 – Kernöl, Eier und Schlüsseldienst

Etappe 7 – Auf ins Unbekannte

Etappe 8 – Rastlos in Ljubljana

Etappe 9 – Bella Italia!

Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung

Etappe 10 – On the road, again

Etappe 11 – Ahhh, Venedig!

Etappe 11.1 – Gleißendes Venedig

Etappe 12 – Zu den schnellen Autos

Etappe 13 – Darf’s ein bisschen mehr sein?

Etappe 14 – Schluss mit bergig!

Etappe 14.1 – Zwischenfazit

Etappe 15 – Die schiefe Gastfreundschaft von Pisa

Etappe 16 – Küste und Wüste

Etappe 17 – Etruskische Pfade

Etappe 18 – Einzug in die Ewige Stadt 

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