jump to navigation

To Rome With Bike – Etappe 13 – Darf’s ein bisschen mehr sein? 21. Juli 2013

Posted by impulse3 in Android, Bücher, Business, Entertainment, Facebook, genuss, Gesundheit, Google Maps, iPad, iPhone, LinkedIn, MBike, Mobile, Networking, Orte, Place, Rezept, Smartphone, Social Media, sport, Twitter, vegetarisch.
Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,
1 comment so far

To Rome With Bike – Etappe 13 – Darf’s ein bisschen mehr sein? Route: Ferrara nach Loiano (1340 Km Gesamt)

Heute beginne ich direkt mal mit dem Frühstück. Es wird ein – wirklich frisches – Croissant serviert. Übrigens packen die Italiener immer die Marmelade schon IN das Croissant. Das hat mehrere Nachteile für mich: 1) Wie beim Pfannkuchen hat man meist Pech mit der Verteilung. 2) Ich mag lieber Honig zum Croissant. 3) Die Marmelade ist meist nicht besonders toll. Aber bei diesem war alles gut. Danach gibt es aber nur noch Zwieback. Ich muss schon wieder an Schiffsreisen und Skorbut denken.

Die Fahrt durch die Emilia-Romagna, so heißt das Gebiet um Bologna, ist wieder recht ereignislos. Meine Straßenwahl war gut, so dass ich nur auf relativ wenig Autos treffe. Außerdem sind es nur 50 Kilometer bis Bologna, so dass ich schon vor dem Mittag dort eintreffe. Die direkt dahinter beginnenden Berge tauchen erst auf, als ich schon in der Stadt bin, an diesem Tag ist es irgendwie seltsam diesig.

fNun habe ich schon die Tage zuvor Überlegungen angestellt, ob ich tatsächlich in Bologna halte, oder lieber schon ein wenig von der nächsten Bergetappe hinter mir lassen will. Die von mir konsultierten Internetquellen bescheinigen Bologna einen exzellenten Ruf in kulinarischer Hinsicht, mit Sehenswürdigkeiten wäre aber nicht so viel los. Aber da war ich noch unentschlossen. Als ich durch die Stadt fahre, reift die Entscheidung dann schließlich heran: muss nicht sein. Also weitergefahren! So bedauerlich es ist, dass ich die Tour alleine fahre, in solchen Momenten ist der fehlende Abstimmungsbedarf echt von Vorteil, schließlich ist die Entscheidung keine geringe. Nun geht es also langsam in die Berge. Ich weiß noch, dass ich auf der nächsten Etappe – also die, die ich jetzt vorziehe – bis auf 900 Höhenmeter hinauf muss und die Steigung stetig, von Anfang an, erfolgt. Es gibt Abschnitte, da kann ich die Steigung problemlos nehmen, an anderen Stellen (Hallo, liebe 13%-Berge!) ist es wieder eine Schwank- und Schleichfahrt. Nicht hilfreich dabei sind auch die hochgetunten Motorradfahrer, die so eng um die Kurven preschen, dass sie fast den Boden – und mit ihren Helmen mich – berühren.

gSpäter kommt es schließlich zum ersten Unfall auf meiner Tour – ein übler Sturz! Und zwar aus dem Stehen! Glück im Unglück: nicht ich bin gestürzt, sondern „nur“ mein Handy. Jetzt wird es von einem raffinierten Spinnennetzmuster geziert. Noch mehr Glück: es funktioniert ansonsten noch, d.h. ich verfüge weiterhin über Internet und Navigation.

Eigentlich will ich dann auch bald die Etappe beenden, es gibt nur ein Problem: ich finde keine Unterkunft. Ja, so ist das mit dem Abenteuer, aber ich habe es ja so gewollt. Also immer stetig bergan, durch verschiedene Dörfer, aber keines hat eine Pension oder ein Hotel. Nichtmal Privatzimmer! Dafür mehrere Altersheime – ich hätte gar nix gegen ein Generationenwohnen. Aber die Heime sind gesichert wie Gefängnisse. Und weiter geht’s… Ich habe heute zwar – eher zufällig – 1l Wasser mehr mitgenommen, aber auch das geht nun zur Neige und ich mache mir langsam Sorgen. Durch den Anstieg schwitze ich enorm und genauso kommt auch der Durst. Beruhigen kann ich mich mit der Notoption, bei wildfremden Menschen um Wasser zu betteln.

j

Dann kommt ein Schild „Residenz“ und darunter „multi language“. Yeah, endlich was gefunden! Aber es ist wieder – ein Altersheim. Dann ist bei mir der Punkt erreicht, wo ich fast alles bereit bin, hinzunehmen. Und im nächsten Ort Loiano ist tatsächlich groß ein Hotel ausgeschildert, in das ich sogleich einkehre – für 50 Euro die Nacht. Die zwei kleineren Schilder daneben mit „Bed & Breakfast“ und „Apartment“ habe ich gar nicht mehr gesehen…

Das Hotel kommt mir zwar auch wie ein Altersheim vor – alle Gäste, die ich gesehen habe (ca. 15) sind mindestens 65 Jahre alt – aber es ist recht schmuck und von der Dachterrasse hat man einen fantastischen Ausblick. Naja, ich habe ja schon öfters für einen guten Ausblick bezahlt, also nehme ich’s sportlich. Ich gehe nach der erquickenden Dusche noch in den Ort, um neue Vorräte einzukaufen und dabei löst sich meine Vorstellung von einem ereignislosen Abend auf: im Ort ist bis morgen ein Festival, es gibt unzählige Marktstände, lokale kulinarische Genüsse und Livemusik. Ich nehme aber nur etwas zu essen (hab gar nicht so viel Hunger) und mache mir dann doch einen ruhigen Abend und wasche nur noch meine Sachen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an meine gute Freundin Oksana für den Handtuchtipp – funktioniert erstklassig!

Insgesamt habe ich heute 89 statt 50 Kilometer hingelegt und bin bei 700 Höhenmetern gelandet, da kann man schon mal zufrieden sein! Morgen wird’s dafür umso leichter und ich habe mehr Zeit für das schöne Florenz…

Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text und Bilder: +Matthias Niederhausen

Etappe 1 – Ganz gemächlich

Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten

Etappe 3 – Von verlorenem Trockengut und Filettascherln

Etappe 4 – Spazierfahrt nach Wien

Etappe 4.1 – Über das liebe Internet

Etappe 5 – Auf nach oben!

Etappe 6 – Kernöl, Eier und Schlüsseldienst

Etappe 7 – Auf ins Unbekannte

Etappe 8 – Rastlos in Ljubljana

Etappe 9 – Bella Italia!

Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung

Etappe 10 – On the road, again

Etappe 11 – Ahhh, Venedig!

Etappe 11.1 – Gleißendes Venedig

Etappe 12 – Zu den schnellen Autos

To Rome With Bike – Etappe 11.1 – Gleißendes Venedig 19. Juli 2013

Posted by impulse3 in Android, Antroid, Bücher, Business, Entertainment, genuss, Google Maps, iPad, iPhone, MBike, Mobile, Networking, Orte, Place, Smartphone, Social Media, Twitter, Uncategorized.
Tags: , , , , , , , , , , , , , ,
add a comment

To Rome With Bike – Etappe 11.1 – Gleißendes Venedig, Route: Ruhetag in Venedig (1110 Km Gesamt)

oSchon wieder ein Ruhetag? Aber Venedig kann man nicht einfach ignorieren und für mich war es bereits eine ganze Weile die Nummer 1 der Städte, die ich noch sehen möchte. Und eines kann ich schon vorwegnehmen: die Stadt auf dem Wasser hat meine Erwartungen nicht enttäuscht!

Los geht’s kurz vor 8 Uhr, noch bevor in meiner Bleibe das Frühstück serviert wird (8:30). Um diese Zeit ist es noch recht ruhig in Venedig und die Sonne ist noch milde. Vom Bäcker kommt pfeifend ein mit Baguettes schwer beladener Kurier die Straße entlang. Da hier ja keine Fahrzeuge erlaubt sind, wird alles auf Karren oder am Körper transportiert. Das sorgt dann auch für die gesalzenen Lebenshaltungskosten, wie ich vom Hotelbesitzer beim Frühstück ab 8:50 (er hat verschlafen) erfahre. Es gibt wohl nicht mehr so viele Einwohner deswegen und die verbleibenden – wie mein Vermieter – vermieten Teile ihrer Unterkünfte, um das Leben auf der Insel zu finanzieren. Das vergrößerte Angebot dämpft wiederum die Preise – nicht dass ich mich beschweren wollte! Und weil die Tür meines Zimmers gar so quietscht, gebe ich den Scharnieren ein wenig von meinem mitgeführten Kettenöl an, danach schweigen sie schließlich – gern geschehen!

iFür heute habe ich nur einige wenige Pflichtattraktionen auf meiner Liste – etwa den Markusplatz oder die Rialtobrücke – und schlendere hauptsächlich wie gestern durch die Gassen auf der Suche nach schönen Fotomotiven. Davon gibt es in Venedig unzählige, in jeder Ecke gibt es was zu entdecken. Besonders schön finde ich auch die unzähligen Geschäfte mit meisterlicher Handarbeit der unterschiedlichsten Art. Es gibt fantasievolle venezianische Masken, das berühmte Muranoglas in allen Farben und Formen, edle Stoffe und Kissenbezüge, kostbare Antiquitäten, filigrane Schreibwaren, feinstes Papier, kunstvolle Gemälde, wunderbare Backwaren und vieles mehr. Und die Preise schwanken enorm, je nachdem, ob man gerade beispielsweise in der Nähe der Rialtobrücke und des Haupttouristenstroms schwimmt oder sich eher in den stilleren Vierteln der Stadt aufhält. Der von mir ermittelte Eis-Index bewertet die Preisschwankungen anhand des Preises für 2 Kugeln des überall ausgezeichneten Labsals und schwankt zwischen 2,00 und 3,50 Euro. Bevor jetzt jemand aufschreit, dass ja schon die untere Grenze hoch wäre, sei gesagt, dass eine „Kugel“ Eis in Italien (ich verallgemeinere jetzt von Trieste und Venedig) etwa 1,5-2 Kugeln in Deutschland entspricht. Die Verkäufer langen ordentlich rein und legen nicht selten eine zweite Kelle zur „Kugel“ nach.

cAn einer Stelle angekommen, scheint irgendetwas verkehrt und ich brauche einen Moment, bis ich darauf komme: hier fahren Autos lang! Ich bin am „Eingang“ der Insel angekommen, wo Touristen mit dem Auto über eine Brücke bis nach Venedig fahren können – um es dann dort als erstes in einem Parkhaus abzustellen. Tolle Idee, denke ich mir, wie wär’s denn mit Parkplatz auf dem Festland und öffentlichen Verkehrsmitteln stattdessen? Meine Entscheidung, den Tourist-Infopoint zu befragen, wo ich denn genau morgen mit dem Fahrrad mit der Fähre ablegen kann, entpuppt sich als Totalreinfall: Nachdem ich bestimmt 15 Minuten darauf warte, dass mein Vordermann sich die Sehenswürdigkeiten auf einer Karte einzeichnen lässt, kann mir nicht geholfen werden; wo und wie, das solle ich doch beim Bootsbetreiber erfragen. Danke und tschüss! Hier, wo die meisten Touristen sich tummeln, zeigt sich auch die für mich hässlichste Seite von Venedig: viele Stände mit billigsten Souvenirs und völlig überteuertem Essen. Man könnte hier genauso gut in Amsterdam oder Barcelona sein, denn das schöne Flair der anderen Viertel kommt keines auf. Sogar ein McDonalds gibt es, das finde ich aber eher praktisch, denn so kann ich die in Venedig sonst üblichen 1,50 € für den Toilettengang sparen ;)

qBeim gefühlten Komplettdurchlauf durch Venedig (es gibt einfach zu viele interessante Gassen) lerne ich auch ganz ruhige Viertel kennen, wo nicht ein Tourist anzutreffen ist. Die unbarmherzig prallende Sonne vertreibt zudem bis auf ein paar ganz Hartgesottene oder Verirrte (check!) alles Lebendige in die rettenden Häuserschatten. Erst ab 16-17 Uhr wird es wieder erträglich. Wenn sich dann zum Abend die Wege leeren und nur noch die Lichter der Stadt scheinen, kommt Venedigs geheimnisvolle Seite zum Vorschein. Leider kann ich in diese Welt nur ein klein wenig eintauchen, muss ich doch morgen schon wieder weiter auf meinem Weg. Eines steht jedoch am Ende meines Besuchs fest: ich werde noch einmal hierher zurückkehren!

Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text und Bilder: +Matthias Niederhausen

Etappe 1 – Ganz gemächlich

Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten

Etappe 3 – Von verlorenem Trockengut und Filettascherln

Etappe 4 – Spazierfahrt nach Wien

Etappe 4.1 – Über das liebe Internet

Etappe 5 – Auf nach oben!

Etappe 6 – Kernöl, Eier und Schlüsseldienst

Etappe 7 – Auf ins Unbekannte

Etappe 8 – Rastlos in Ljubljana

Etappe 9 – Bella Italia!

Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung

Etappe 10 – On the road, again

Etappe 11 – Ahhh, Venedig!

re:publica13: Zurück zum Blog und wie holen wir uns das Internet zurück 7. Mai 2013

Posted by impulse3 in Business, Facebook, Google hotpot, iPhone, LinkedIn, Mobile, Networking, re:publica, Smartphone, Social Media, Tech, Tools, Twitter, Uncategorized, Update, Web Video.
Tags: , , ,
add a comment

Mit diesem Beitrag möchte ich, wie bereits schon 2011 und 2012,  einige ausgewählte Beiträge von der re:publica13 (#re13) zusammenstellen, die mir besonders  interessant und wichtig erscheinen.

Im Beitrag:  „Zurück zum Blog“ von heise Online heißt es dazu:

Auf der Berliner Konferenz re:publica hat der Blogger Sascha Lobo sein neues Projekt vorgestellt: Reclaim your digital life. Mit einer Sammlung von Skripten wird ein WordPress-Blog damit zu einem Spiegel aller Aktivitäten eines Nutzers in sozialen Netzwerken.

„Ich glaube, den Nachfolger von Facebook hatten wir schon, bevor wir Facebook hatten“, sagte Lobo in Anspielung auf Weblogs. Er hatte vorher die „Netzgemeinde“ kritisiert, dass sie in den vergangenen Monaten zu wenig Aktivität gezeigt und sich lieber in Selbstbeschäftigung und lustigen Facebook-Videos verloren hätte. Mit dem neuen Projekt, für dessen technische Umsetzung Blogger Felix Schwenzel sorgt, werden die Aktivitäten eines Nutzers in Plattformen wie Twitter, Facebook oder Google+ auf dem eigenen Blog gespiegelt. „Selbst wenn Twitter tot umfällt, sind meine Tweets noch da“, sagte Lobo. So erhalte der Internetnutzer wieder ein Stück Kontrolle im Netz zurück.

Ein weiterer interessanter Beitrag kommt von Gunter Dueck, Hofnarr der digitalen Elite mit dem Titel: Aufruf zum metakulturellen Diskurs.