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To Rome With Bike – Etappe 14 – Schluss mit bergig! 22. Juli 2013

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To Rome With Bike – Etappe 14 – Schluss mit bergig! | Route: Loiano nach Firenze (1413 km Gesamt, +900) 

aIn der letzten Nacht schallt die Festmusik noch in mein Zimmer. Ich bin aber müde genug, dass mich das nicht stört und schlafe trotzdem bei offenem Fenster. Die Nacht wache ich noch zweimal auf, ab um 2 ist dann endgültig Ruhe. Nach 8 Uhr begebe ich mich dann zum Frühstück. Und ohne Zweifel, hierfür vergebe ich bereits jetzt den zweifelhaften Preis für das schlechteste Frühstück überhaupt! Zunächst mal ist überall bereits eingedeckt, aber es liegen seltsame, beschriftete Briefchen auf den Plätzen. Einige der älteren Damen helfen mir, indem sie die Küche alarmieren. Offenbar hat an mich keiner gedacht und es wird eilig ein freier Tisch (natürlich in der abgelegensten Ecke, sonst ist alles schon reserviert) eingedeckt. Es gibt – tada! – Weißbrot und wieder die Skorbut-Zwiebacke. Na toll. Dazu ein Karäffchen mit Orangensaft und Tee. Als ich mir den Orangensaft genauer ansehe, bemerke ich kleine Perlen darin. Vorsichtig probiere ich einen Schluck und merke: es schmeckt säuerlich. Unschuldig frage ich das Personal mit meinen beschränkten Sprachkenntnissen, ob denn der Saft mit Kohlensäure sein soll? Antwort: „alles gut“. Aha. Den Saft rühre ich jedenfalls nicht mehr an. Aber dann wird er auch schon entfernt und mit einer Miniflasche Erdbeersaft ersetzt. Oha, nicht schlecht, denke ich, schaue aber vorsichtshalber nach dem Haltbarkeitsdatum: 6/2013. Naja, Getränke werden ja nicht so schnell schlecht, denke ich und gieße mir etwas ein. Das Getränk schmeckt aber ebenfalls seltsam. Gut, also nur Tee. Die verantwortlichen Teebeutel scheinen dem Geschmack nach ebenfalls schon vor 3 Jahren abgelaufen zu sein. Ich mache mich ans Essen – zuerst das Weißbrot. Oh Freude, es ist altbacken! Ich spüle das garstige Brot mit dem schalen Tee herunter. An den Zwieback wage ich mich gar nicht erst und verschwinde schnell auf mein Zimmer.

Der Theorie nach sollte die heutige Etappe einfach werden, immerhin habe ich ja schon 700 der 920 Höhenmeter erklommen und 30 der 110 Kilometer hinter mir gelassen. Doch die Sonne scheint unbarmherzig und der Anstieg dauert viel länger an, als ich es für möglich halte. Bereits nach kurzer Zeit habe ich die Hälfte meiner Trinkflasche geleert. Am Rande der Straße finde ich eine freie Quelle, an der ich zunächst koste und merke, wie kühlend frisch das Wasser hier ist! Schnell gieße ich meine Trinkflasche aus und fülle sie mit diesem erfrischenden Nass. Das reicht dann auch erst einmal bis zum Gipfel der Etappe, bei 960 Höhenmetern, wie mir ein Schild verrät – 920 schrieb mir der Routenplaner aus. Dort haben sich extrem viele Motorradfahrer versammelt und wie aus dem Nichts tauchen auf einmal von überall Rennradfahrer auf. Bislang hatte ich keinen getroffen heute. Obwohl es erst 15 Kilometer sind, gönne ich mir meinen Vormittagssnack, den letzten der Frutabela-Riegel. In der Zwischenzeit bin ich schon ziemlich fertig, entweder liegt es am Frühstück oder der Erschöpfung noch von gestern. Meine Beine sind schwer wie Blei. Lange verweile ich allerdings nicht, denn ein nassgeschwitztes Trikot, keine Bewegung und der hier merklich kühle Wind sind keine gute Kombination.

Danach geht es aber erst einmal eine Weile bergab und ich bin erleichtert. Doch dann geht es immer  wieder bergauf. Ich kann es kaum fassen (und erklimmen), es sollte doch nur noch bergab gehen?! Jeder Anstieg ist mir fortan eine Qual und ich muss mich sehr zusammenreißen, um nicht einfach stehenzubleiben. Später komme ich noch auf einen zweiten Pass – bei 900 Metern Höhe. Doch das Auf und Ab geht an die Substanz. Ich stelle mir den Verantwortlichen für die Straße als verrückten antiken Baumeister vor, der den Weg über jede verfügbare Anhöhe legt. Viele Kilometer später geht es dann wirklich hauptsächlich nur noch bergab. In Gedanken wurde der Baumeister nun für seine Arbeit hingerichtet und ein qualifizierterer Kollege eingesetzt – soviel zu meiner Vorstellung von Gerechtigkeit. Nach dieser Etappe hat es sich zum Glück endgültig mit bergigem Gelände erledigt, ich habe auch wirklich die Nase gestrichen voll davon.

Schließlich in Florenz angekommen, finde ich rasch die vorgebuchte Pension „1900artevita“, deren Bewertungen mich ja schon Gutes hoffen ließen. Und ich bin trotzdem angenehm überrascht von der Freundlichkeit des Empfangs, dass ich mich endlich mal gut auf Englisch unterhalten kann und vom wunderschönen Zimmer.

cSpäter erkunde ich die Stadt – es ist brütend heiß – und dementsprechend labe ich mich am Gelato. Übrigens schaffe ich es heute, dass meine Eisrechnungen zusammen höher sind als mein Abendbrot (ohne Getränke). Das Eis ist auch hier wundervoll, nur bekommt man wesentlich weniger für sein Geld bzw. muss mehr für die gleichen Portionen bezahlen. Eine normale, große Waffel kostet locker mal 7 Euro! Ich probiere lieber an verschiedenen Ständen kleinere Portionen. Eindeutiger Favorit ist weiterhin Zitrone, danach kommt eine ganze Weile nichts, dann Schokolade. Die anderen Fruchtsorten wollen mir nicht so recht schmecken und da ich praktisch immer Zitrone nehme, kombiniert sich das schlecht mit den ”Sahnesorten”, so dass ich von diesen nicht so viele probiert habe bisher. Eventuell sollte ich aber über ein Tageslimit von 10 Euro nachdenken ;)

 

fBeim Abendbrot wird wie üblich Brot gereicht, was ich mit dem hauseigenen Olivenöl probiere. Ja, ich weiß, es ist der „echte“ Geschmack, aber ich finde, das gute Olivenöl schmeckt wie Seife! Als ich mich dann meinen Spaghetti Carbonara – mit Trüffelöl, hmmm – widme, kommen zwei freche Spatzen heran und picken an dem noch vorhandenen Brot! Ich mache schnell ein paar Fotos und verscheuche sie dann. Später haben sie sich von einem anderen Tisch eine ganze Scheibe stibitzt und zerren und picken daran herum. Als dann die dicken Tauben anrücken, versuchen sie verzweifelt, das Brot vor diesen in Sicherheit zu bringen und flattern damit herum. Allerdings ist es zu schwer, so dass die langsam watschelnden Tauben immer schnell wieder heran kommen. Auf jeden Fall sehr putzig anzusehen! Meine Kellnerin hier scheint übrigens einen harten Job zu haben, sie sieht etwas unglücklich aus, blüht aber bei jedem freundlichen Wort und Lächeln förmlich auf.

iSatt und zufrieden verlasse ich schließlich das Restaurant in Richtung Hotel und freue mich noch über einige schöne Fotogelegenheiten in der Abendsonne.

 

 

 

Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text und Bilder: +Matthias Niederhausen

Etappe 1 – Ganz gemächlich

Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten

Etappe 3 – Von verlorenem Trockengut und Filettascherln

Etappe 4 – Spazierfahrt nach Wien

Etappe 4.1 – Über das liebe Internet

Etappe 5 – Auf nach oben!

Etappe 6 – Kernöl, Eier und Schlüsseldienst

Etappe 7 – Auf ins Unbekannte

Etappe 8 – Rastlos in Ljubljana

Etappe 9 – Bella Italia!

Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung

Etappe 10 – On the road, again

Etappe 11 – Ahhh, Venedig!

Etappe 11.1 – Gleißendes Venedig

Etappe 12 – Zu den schnellen Autos

Etappe 13 – Darf’s ein bisschen mehr sein?

To Rome With Bike – Etappe 12 – Zu den schnellen Autos 20. Juli 2013

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To Rome With Bike – Etappe 12 – Zu den schnellen Autos,  Route: Venedig nach Ferrara (1253 Km Gesamt)

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Meine zweite und letzte Nacht in Venedig verläuft ruhig und erholsam. Als ich kurz

vor 7 aufwache, ist es noch still draußen. Der Brotbote von gestern kommt auch wieder pünktlich. Aber ich bin zu langsam, um ihn zu fotografieren, denn diesmal fängt er erst an, seine Melodie zu pfeifen, als er schon an meinem Fenster vorbeigelaufen ist. Aber für mich heißt es nun Abschied nehmen und die Sachen packen.

Um eher als 8:30+ zu frühstücken, werde ich ins Hotel der Mutter meines Vermieters umgeleitet. Den Weg kenne ich mittlerweile sehr gut, und so verlaufe ich mich auch nicht mit meinen schweren Taschen auf den Schultern. Nach dem kleinen Frühstück geht es noch ans Bezahlen, aber es geht nur bar, weil es ja ein anderes Hotel ist. Na toll: verständlich, aber daran denkt man als Gast ja nun nicht. Geldautomaten sind erstaunlich rar gesät auf der Insel, also muss ich erst einmal ein ganzes Stück lossprinten. Dabei komme ich an einem Bäcker vorbei, der köstlichste Waren feilbietet. Da ich noch nichts für den Tag habe, nehme ich einen venezianischen Strudel (4 €) mit. Der sieht sehr gut aus und ist schön schwer (= viel Energie).

Nach dem Bezahlen und Verabschieden mache ich mich also – nun wieder mit Rad – auf zur Ponte della Libertá, der einzigen Straße zum Festland. Im Internet stand etwas davon, dass es zu beiden Seiten Fahrradspuren geben sollte. Nun ja, die Realität sieht so aus, dass ich am Rande der zweispurigen Fahrbahn trete, so schnell es geht, und hoffe, dass mich keiner der vielen Busse und LKWs davonfegt. Einmal kommt eine Unterbrechung der Leitplanke, wo man auf einen Plattenweg nach rechts ausweichen könnte; dazu müsste man aber anhalten oder zumindest langsam fahren – zwei Dinge, die ich in der Situation nicht riskieren möchte. Der Weg endet übrigens, wie ich mir schon dachte, plötzlich in unbefestigtem Gelände und verschwindet dann ganz. Ein anderer Radler schiebt seinen Drahtesel gerade darüber. Ich wünsche ihm in Gedanken viel Glück dabei, die Leitplanke zu überwinden und sich in den Verkehr einzugliedern. Am Ende kann ich sagen: Die 4 Kilometer sind wahrlich nichts für ängstliche Naturen und werden mir noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben!

Wie ich danach schon von Weitem sehe, führt mich meine ursprüngliche Route (angeblich Eurovelo) wieder über eine der Schnellstraßen (SS). Während das in der Tschechei und in Slowenien vergleichsweise harmlos ausfällt, möchte ich das in Italien nicht mehr riskieren. Ich plane mir Stück für Stück eine Ersatzroute (danke, Nokia Navigation!) und fahre diese ab. Das läuft so gut, dass ich am Ende sogar 10 Kilometer einspare! Die Route an sich bleibt jedoch wenig spektakulär – oder ich bin durch Venedig schon so abgestumpft – so dass ich praktisch keine Fotostopps mache.

cIn Ferrara angekommen, fallen mir zuerst die trutzigen Befestigungen auf – offenbar stand hier früher eine große Festungsanlage. Weniger der feine, detailverliebte Stil wie in Venedig, sondern eher grob und klobig. Aber erstmal in die Pension! Ich habe noch nie so viele Schlüssel bekommen, wie hier. Drei Stück, um in mein Zimmer zu kommen und zwei weitere, um ins Zentralgebäude (auf der anderen Straßenseite) zu gelangen. Und noch einer, dessen Zweck mir noch unbekannt ist. Auch der Schlüssel für’s WLAN hat es in sich, etwa 30 Stellen aus abwechselnden Buchstaben und Ziffern (natürlich auch in keinster Weise aussprechlich). In einem nahegelegenen Markt frische ich noch meine Vorräte auf, dabei falle ich wieder als Tourist auf: eine ältere Dame, die mich verblüffend an meine Grundschullehrerin erinnert, erklärt mir charmant, dass ich die ganzen Getränkeflaschen nicht durch den Laden tragen muss, sondern einfach an der Kasse abstellen kann, den Rest machen dann die Verkäufer. Weil ich keine Pfirsiche heute gefunden habe, nehme ich hier noch welche mit. In einem anderen Laden gönne ich mir dazu eine echt italienische Salami, das kleine Ding kostet dann doppelt so viel wie der gesamte Einkauf im ersten Laden.

h

Die Route ist hier zu finden http://www.bikemap.net/de/route/398517-route-du-sud/#/z5/46.46813,13.40332/Terrain

Text und Bilder: +Matthias Niederhausen

Etappe 1 – Ganz gemächlich

Etappe 2 – Höhenprofil wie das EKG eines frisch Wiederbelebten

Etappe 3 – Von verlorenem Trockengut und Filettascherln

Etappe 4 – Spazierfahrt nach Wien

Etappe 4.1 – Über das liebe Internet

Etappe 5 – Auf nach oben!

Etappe 6 – Kernöl, Eier und Schlüsseldienst

Etappe 7 – Auf ins Unbekannte

Etappe 8 – Rastlos in Ljubljana

Etappe 9 – Bella Italia!

Etappe 9.1 – Triest und die Ernährung

Etappe 10 – On the road, again

Etappe 11 – Ahhh, Venedig!

Etappe 11.1 – Gleißendes Venedig

re:publica13: Zurück zum Blog und wie holen wir uns das Internet zurück 7. Mai 2013

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Mit diesem Beitrag möchte ich, wie bereits schon 2011 und 2012,  einige ausgewählte Beiträge von der re:publica13 (#re13) zusammenstellen, die mir besonders  interessant und wichtig erscheinen.

Im Beitrag:  „Zurück zum Blog“ von heise Online heißt es dazu:

Auf der Berliner Konferenz re:publica hat der Blogger Sascha Lobo sein neues Projekt vorgestellt: Reclaim your digital life. Mit einer Sammlung von Skripten wird ein WordPress-Blog damit zu einem Spiegel aller Aktivitäten eines Nutzers in sozialen Netzwerken.

„Ich glaube, den Nachfolger von Facebook hatten wir schon, bevor wir Facebook hatten“, sagte Lobo in Anspielung auf Weblogs. Er hatte vorher die „Netzgemeinde“ kritisiert, dass sie in den vergangenen Monaten zu wenig Aktivität gezeigt und sich lieber in Selbstbeschäftigung und lustigen Facebook-Videos verloren hätte. Mit dem neuen Projekt, für dessen technische Umsetzung Blogger Felix Schwenzel sorgt, werden die Aktivitäten eines Nutzers in Plattformen wie Twitter, Facebook oder Google+ auf dem eigenen Blog gespiegelt. „Selbst wenn Twitter tot umfällt, sind meine Tweets noch da“, sagte Lobo. So erhalte der Internetnutzer wieder ein Stück Kontrolle im Netz zurück.

Ein weiterer interessanter Beitrag kommt von Gunter Dueck, Hofnarr der digitalen Elite mit dem Titel: Aufruf zum metakulturellen Diskurs.